JUBILÄUM

100 Jahre Kellerei Kettmeir

Zwei exklusive Events im Zeichen des Jubiläums und des Flaggschiffes der Kellerei, des „1919“ Extra Brut Riserva DOC. Aufbruch zu neuen Ufern mit der Kellerei auf den neuesten Stand der Technik.

JUBILÄUM

100 Jahre Kellerei Kettmeir

Zwei exklusive Events im Zeichen des Jubiläums und des Flaggschiffes der Kellerei, des „1919“ Extra Brut Riserva DOC. Aufbruch zu neuen Ufern mit der Kellerei auf den neuesten Stand der Technik.

von Albin Thöni

Die Kellerei Kettmeir birgt mit ihrer nunmehr 100 jährigen Geschichte ein Stück echter Weinbautradition und ist eine feste Größe in der Südtiroler Weinwelt. Seit jeher steht die Kellerei Kettmeir für einen respektvollen Umgang mit Natur und Landschaft und für eine sorgsame Pflege der Weinberge, im Sinne der Nachhaltigkeit.
Aus Anlass der Hundertjahrfeier der Kellerei Kettmeir in Kaltern wurden am 10. September für die Medien und die internationale Fach-Presse, mit einer starken Abordnung sogar aus Japan, und am 22. Oktober für die vielen hundert Kunden, die aus ganz Italien angereist waren, zwei Aufsehen erregende Events organisiert.

Anwesend waren natürlich die Besitzer, allen voran die Gebrüder Gaetano und Stefano Marzotto, von der Dynastie Marzotto, welche mit viel Leidenschaft und Herzblut die gesamte Gruppe der Santa Margherita Gruppo vinicolo, in den letzten Jahren zu den führenden Weinplayern Italiens gemacht haben. Neben Kettmeir in Südtirol, stehen klingende Namen wie Lamole di Lamole in der Toskana, Ca’ del Bosco in der Franciacorta, Mesa in Sardinien oder auch Cà Maiol im Lugana Gebiet für eine authentische Interpretation der jeweiligen Terroirs.

Nach Aussage des Präsidenten der Santa Margherita Gruppo Vinicolo, Gaetano Marzotto, Conte di Valdagno, habe diese in den letzten Jahren um die 50 Millionen für den Ankauf von Rebflächen und weitere 100 Millionen für den Ausbau und die Renovierung von Weinkellern investiert. Dem Antrieb dieser Expansion folgend haben die Marzotto’s im Jahre 1986 die Kellerei Kettmeir gekauft.

„In den nächsten Jahren wird sich zu den bereits vorhanden drei Flaschengärsekten noch das eine oder andere Produkt dazugesellen und mithelfen, dem Südtiroler Sekt nach außen hin jene Sichtbarkeit und jenen Stellenwert zu geben, welchen er sich aufgrund des allgemein hohen Qualitätsstandards verdient.“

Diese hat sich mittlerweile international einen Namen gemacht auch für die Weißweine, wie dem Müller Thurgau Athesis aus 800 Meter hohen Lagen vom Ebnicherhof am Ritten oder den Chardonnay Vigna vom Maso Reiner aus Buchholz bei Salurn, neben dem Gewürztraminer und Sauvignon, die von Weingärten am Fuße vom Mendelgebirge herstammen.

„Fiore all’occhiello“, der ganze Stolz sind aber nach Aussage der Gebrüder Marzotto die Schaumweine, die seit den 90 Jahren produziert werden, wobei die Sektproduktion bei Kettmeir bereits seit den 60iger Jahren verankert ist und diese bereits Franco Kettmeir vorangetrieben hat.

Der verdienstvolle Betriebsleiter und Kellermeister Josef Romen, inzwischen eine Institution der Kellerei, versteht es seit Jahrzehnten beste Weine zu produzieren, das Beste aus den Trauben herauszuholen und mit seinem „1919 Extra Brut Riserva“ zu neuen Ufern aufzubrechen. In den letzten 20 Jahren hat die Sektproduktion bei Kettmeir ständig an Bedeutung gewonnen, seitdem der Kellermeister im Jahre 1992 von der sog. Charmat-Methode im großen Drucktank auf die klassische Versektung in der Flasche umgestiegen ist.

Mit der Ernte 2011 begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Sektproduktion bei Kettmeir: Die Produktion eines Riserva. Aus ausgewählten, speziell für die Grundweine geeigneten Weinbergen bei Salurn und Altenburg wurde das qualitativ beste Traubenmaterial der Rebsorten Chardonnay und Blauburgunder getrennt gelesen und verarbeitet. Die Chardonnay- Trauben gären zum Teil im Edelstahl bei ca 15 -16 ° C, zum Teil im kleinen Eichenfass. Die Blauburgundertrauben werden nach einer kurzen Maischestandzeit in der Presse schonend abgepresst und auch bei 15 – 16°C im Edelstahltank vergoren.

Nach der zweiten Gärung lagert der Sekt mindestens 60 Monate auf der Hefe. So wurden im 2017 die ersten Flaschen des Jahrgangs 2011 degorgiert und ab Juli desselben Jahres mit der Bezeichnung „1919“ Riserva Extrabrut , in Anlehnung an das Gründungsjahr, vermarktet.

„Mit den Umbauten der letzten Jahre und der Schaffung geeigneter Lagerflächen und modernen Abfüllanlagen ist ein weiterer Ausbau der Sektproduktion in den nächsten Jahren möglich“, erläutert voller Stolz der Kellermeister Josef Romen während der Führung und Besichtigung der auf dem neuesten Stand der Technik ausgestatteten Keller und der neuen Lagerräume.

Josef Romen schwärmte geradezu: „Für die Klimatisierung bedienen wir uns der Geothermie und mit dem Einbau von ca. 1200 m Erdsonden (10 Sonden zu 100 m Tiefe) können wir die dort vorhandene Energie zur optimalen Kühlung der Lagerräume nutzen und darüber hinaus bei kühlen Temperaturen die Büro-und Verkaufsräume beheizen.“ Wichtige Faktoren in einer Zeit der allseits geforderten Nachhaltigkeit und ausgerichtet auf eine erfolgreiche Zukunft der Kellerei. In den nächsten Jahren wird sich zu den bereits vorhanden drei Flaschengärsekten noch das eine oder andere Produkt dazugesellen und mithelfen, dem Südtiroler Sekt nach außen hin jene Sichtbarkeit und jenen Stellenwert zu geben, welchen er sich aufgrund des allgemein hohen Qualitätsstandards verdient. Möge dem Sekt „1919“ Riserva als „State oft he art“ und der Kellerei Kettmeir weiterhin ein großer Erfolg beschieden sein. Es galt also das Jubiläum 100 Jahre Kettmeir und ihre erlesenen Produkte gehörig zu feiern und fürwahr, die Firma Santa Margherita und ihr Team verstehen derartige Events in würdigem Rahmen zu organisieren. Mit aufmerksam nachgefüllten Sektgläsern voll schäumenden Inhaltes und im Laufe des Abends mehreren Gänge eines Menü mit Köstlichkeiten von den Sterneköchen Anna Matscher und Claudio Melis, großartig und kunstvoll auf die Teller gezaubert, begleitet mit erlesenen Stillweinen. Nicht nur das Maialino Cinturello Orvietano als Hauptspeise und die Zuppetta alle erbe führten zu einem einzigartigen Genuss, zur sinnlichen Verzauberung der Nasen und vor allem der Gaumen und zu einem Ergötzen aller Sinne.

Nicht weniger feierlich war das Fest am 22. Oktober im eigens dafür aufgebauten und weit über 300 Gäste fassenden Zelt auf dem weitläufigen Platz vor der Kellerei. Ein exzellentes vier Gänge Menü wurde aufgetragen, harmonisch angepasst mit dem Pas Dosè 2015 DOC , dem Müller Thurgau Athesis 2011, dem Blauburgunder 2016 DOC und dem Moscato Rosa Athesis 2018.

Zum krönenden Abschluss wurde von den Brüdern Marzotto noch ein fünftürmiger Kuchen angeschnitten, an den prächtigen Stufenturm und an das Weltwunder zu Babel erinnernd und bis zur Decke des Zeltes reichend. Eher dem irdischen Gott des Genusses und der körperlichen Lust gewidmet: Den hunderten feiernden Gästen im prächtigen Zelt der Kellerei Kettmeir. Ganz nach dem Motto vom Staatsmann Winston Churchill und abgewandelt nach einem Zitat der Heiligen Teresa von Avila: „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen“.

Fotos: © Albin Thöni

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