KELLEREI KURTASTCH

Die Korken knallen

Die Kellerei Kurtatsch hat mit ihrer jüngsten „Perle“, den 600 Blanc de Blancs Pas Dosè 2014 DOC auf die im Jahre 1900 gegründete Kellerei, auf das 120 Jahr-Jubiläum und den Um- bzw. Neubau angestoßen und sich mit dem geeigneten flüssigen Produkt gebührend beschenkt und belohnt.

von Albin Thöni

Mit dem gelungenen Neubau – architektonisch und technisch auf dem neuesten Stand – will sich und wird sich die Kellerei erfolgreich auf dem hart umkämpften Markt positionieren und präsentieren.

Nach den Plänen des Bozner Architekturbüros Sylvia Dell’Agnolo, einer gebürtigen Vinschgerin, und von Egon Kelderer, den Ingenieur gebürtig aus Tramin, ist mit den gefalteten Betonplatten als Eingangsfassade ein Prachtstück gelungen, das sich zur Weinstraße hin öffnet und das der Kellerei eine außergewöhnliche Identität vermittelt und das inspiriert ist von den das Dorf Kurtatsch prägenden Millawänden. Diese Felsenwände aus Dolomitgestein prägen insbesondere auch die Rückwand des beeindruckenden Barriquekellers. Ein nicht alltäglicher Keller- „Hotspot“ mit der breiten Rückwand, grob aus dem Felsen gehauen. Diese macht den Reiz des Kellers aus und sorgt zugleich für ein optimales natürliches Klima.

Lage für Lage. Wein für Wein. Jung und dynamisch. Bodenständig und nachhaltig, so lautet die Devise und die Philosophie des aufgeschlossenen und mit knackiger Jugend strotzenden Teams der Kellerei um den Obmann Andreas Kofler, den Vizeobmann Kurt Terzer, den Kellermeister Othmar Donà und den Exportmanager Harald Cronst.

Über den Tellerrand zu blicken und mit innovativer Strategie und Visionen für eine erfolgreiche Zukunft der Kellerei optimal gerüstet zu sein liegt ganz im Sinne der Verantwortlichen der Kellerei. Mit 190 Familienbetrieben und 190 ha ist die Kellerei eine der ältesten Kellereigenossenschaft, die seit einigen Jahren stark im Aufwind begriffen ist und mit großem Erfolg auf die Lagen setzt.

Die Kurtatscher Weine sind einzigartig und finessereich – dies ist keine einfach so daher gesagte Floskel. Das Zusammenspiel von Lage, Klima, Böden, Beschaffenheit der Gegend und der Rebsorten macht die Weine von Kurtatsch so unverwechselbar, verleiht ihnen einen ganz eigenen Charme und Charakter. Diese geologischen, geographischen und klimatischen Eigenschaften der Weinberge von Kurtatsch sind das Markenzeichen, sozusagen das Gütesiegel der Kellerei. In den steilen Weinbergen von 220 bis hinauf auf 900 Meter findet jede Rebsorte ihren optimalen Standort. In keiner anderen Gemeinde in Europa wird Weinbau mit einem so großen Höhenunterschied betrieben.

Die Weine sind allesamt exzellente Botschafter ihres Terroirs. Diese Besonderheit hätte die Kellerei auf die Idee gebracht einen Terroir–Percours als weiteres Highlight des neuen Kellereigebäudes zu errichten, um den Begriff Terroir anschaulich zu erleben, so der Kellermeister Othmar Donà, der seit bald 30 Jahren das Zepter nicht nur in und neben den Holz- und Stahlfässern schwingt. Durch den Einzellagenausbau erzeugt die Kellerei in ihrer Spitzenlinie TERROIR Weine, die den Namen ihrer Herkunft tragen. Der Qualitätsanspruch bei einigen Weine ist so hoch, das diese nur in den witterungsbedingt besten Jahren in die Flasche kommen. Letztere tragen den Namen des Gründungssitzes der Kellerei, des Ansitzes Freienfeld im Zentrum von Kurtatsch. Die tiefen Lagen gehören zu den wärmsten in Südtirol und sind ideal für schwere Rotweine. Die Weißweintrauben wachsen vorwiegend auf den steilen, kalkhaltigen Böden. Der Weißburgunder aus Hofstatt, der Sauvignon Kofl, der Grauburgunder aus der Lage Penon oder der Müller Thurgau aus dem hochgelegenen Graun sind Gebirgsweine mit einzigartiger Ausdruckskraft. Die Lage Brenntal schließlich eignet sich speziell für langlebige Gewürztraminer.

Seit wenigen Monaten perlt der Schaumwein auch in der südlichsten Genossenschaftskellerei von Südtirol, für das sie ihr ganzes Herzblut investiert hat: Anlass genug dies mit erlesenen Gästen zu feiern.

Mit dem Jahrgang 2014 wurde der 600 Blanc de Blanc erstmals gekeltert. Im Juni wurde das jüngste Meisterstück des Kellermeisters präsentiert. Mit großem Stolz hat die Führungsriege der Kellerei, eifrig assistiert von der charmanten Marketing Chefin Daniela, als Highlight des Abend ihr jüngstes Juwel, zunächst beinahe verborgen in einem gläsernen Kunstwerk und darin behütet wie ein Gral, geschaffen vom Künstler Martin Diepold vom Design Consulting aus Ingolstadt, mit einem feierlichen Knall entkorkt und voller Grazie in die bereit gestellten Gläser aufgeschenkt im Barriquekeller mit der golden glänzenden Rückwand aus Dolomitgestein.

Chris Mayr, die Präsidentin der Südtiroler Sommeliervereinigung wurde nun gebeten den Sekt zu beschreiben. Wie der Name 600 Blanc de Blancs schon besagt, stammen die 100% Chardonnay Trauben aus dem 600 Meter hohen Penon. Nach der Gärung zu 80% im Edelstahl und 20 % in gebrauchtem Barrique mit anschließender Feinhefelagerung und Batonnage und der zweiten Gärung in der Flasche, der aufwändigsten und zugleich ältesten Produktionsmethode, reift der Sekt über 55 Monate auf der Hefe. Der Wein, 12,5Vol %, Gesamtsäure 7,0g/l, Restzucker 2,0g/l,  zeigt eine langanhaltende zarte Perlage – ein faszinierendes Zusammenspiel von aufsteigenden Perlenketten – und präsentiert fruchtige Nuancen von weißem Pfirsich und gelben Tropenfrüchten. Er besticht mit einem feinen Aroma nach würziger Brotkruste und nach Brioche, typisch für jahrelang gelagerte Weine bei der Reifung auf der Feinhefe. Er zeigt sich mit knackiger Säure und harmonischer Textur und einem mineralischen, langen Finale.

„Seit wenigen Monaten perlt der Schaumwein auch in der südlichsten Genossenschaftskellerei von Südtirol, für das sie ihr ganzes Herzblut investiert hat: Anlass genug dies mit erlesenen Gästen zu feiern.“

Ein echter Hochgenuss für Leib und Seele. Sekt eignet sich nicht nur zu besonderen feierlichen Anlässen, sondern auch vorzüglich als Essensbegleiter. Dies hat der 600 Blanc de Blancs bewiesen während der Gänge des Abend-Mahles, genossen auf der neu geschaffenen Panoramaterrasse, ein Kraftort mit „wow-Effekt“, mit dem Ausblick in die wunderschöne Landschaft, von der Natur geschaffen, vom Menschen geformt: Die Gegend um Kurtatsch und das Südtiroler Unterland.

Köstliche Schmankerln, mit Zutaten nur aus Kurtatsch, den hausgemachten Hanfmehlravioli gefüllt mit Melde und dem Polenta und den Spargeln aus Kurtatsch, dem Ragout von der in den Wänden von Graun geschossenen Gams, der Pfirsich –Bisquittrollade, dem Kirschenragout aus Penon., kunstvoll zubereitet und aufgetischt von Valentin Terzer vom gleichnamigen Gasthaus und seiner aufmerksamen Service-Brigade.

Der Kellerei Kurtatsch ist es auf Anhieb gelungen ein Spitzenprodukt auf den Markt zu bringen, mit dem ab sofort das reichhaltige Sortiment der Kellerei um das bisherige Aushängeschild, den Cabernet Sauvignon Riserva Freienfeld, ergänzt wird.

Ein wahrhaft gelungener Abend der Kellerei Kurtatsch, die sich ab sofort Wein- und Sektkellerei nennen darf und die mit ihrem neuen Nachhaltigkeitsprogramm für Furore sorgen und zu neuen Ufern aufbrechen will.

Möge der auf höchstem Niveau prickelnde Sekt aus Kurtatsch die Herzen und Gaumen der anspruchsvollen Weinliebhaber erobern.

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